Was ist der Vagusnerv und was hat er mit Yoga zu tun? Dieser Frage stellt sich dieser Artikel.

Der Vagusnerv verbindet das Gehirn mit vielen wichtigen Funktionen unseres Körpers wie z.B. der Lunge, dem Herzen, dem Magen, der Milz, der Leben und dem Gallensystem und dem Dünndarm. Darüberhinaus wirkt der Vagusnerv direkt auf das parasympathische Nervensystem ein, welches, wenn aktiviert, Stress abbaut und uns in einen entspannten “Ruhezustand” versetzt. Darüber hinaus wird dem Vagusnerv nachgesagt die Selbstheilungskräfte des Körpers aktiveren zu können was uns zu der Frage führt “Was hat der Vagusnerv mit Yoga zu tun?”

Aus dem alten Yoga sind uns bestimmte Übungen überliefert die den Vagusnerv gezielt und sehr effektiv stimulieren. Diese Übungen sind ein mächtiges Werkzeug, mit dem wir unsere mentale und physische Gesundheit maßgeblich beeinflussen können. Eine dieser Übungen ist die sogenannte Pantheratmung:

Die Pantheratmung heißt im Yoga auch Ajagari, was soviel bedeutet wie Riesenschlange. Der Name deutet auf die uns innewohnenden, schlafenden Kräfte hin. Das erklärte Ziel des Kundalini Yoga ist es, den/die Übende/n auf dem Weg der Selbstverwirklichung zum Ziel zu bringen. Ajagari ist essentieller Bestandteil der höheren Yogapraktiken und hilft erheblich dabei unser schlummerndes Potential freizusetzen.

Eine weitere Bezeichnung dieser faszinierenden Atemtechnik ist Purna Uddhiyana, die vollkommene auffliegende Kraft. Die Übung besteht aus den beiden Bauchverschlüssen Uddhiyana und Uddhara Bandha. Uddhara, die Bauchhöhle, wenn wir den Bauch hinausdrücken. Uddhiyana, die Auffliegende, wenn wir den Bauch einziehen. Gepaart mit Kumbhaka, dem anhalten des Atems, sowohl mit vollen als auch leeren Lungen, bildet eine mächte Kombination die in der Lage ist starke Impulse elektromagnetischer Energie durch unser ganzes Nervensystem zu senden.

Atmen Sie tief durch die Nase ein und halten Sie den Atem an, während Sie ihren Bauch langsam aber kraftvoll hinausdrücken.

Atmen Sie rechtzeitig wieder durch die Nase aus, halten den Atem wieder an, und ziehen Sie den Bauch langsam aber kraftvoll ein.

Der Effekt dieser Übung ist bemerkenswert. Führen Sie diese Übung jedoch mit Bedacht aus und vermeiden Sie es zu übertreiben!!

Während der ersten Phase der Pantheratmung wird Energie im Unterleib aufgebaut, welche in Phase 2 durch das komplette Nervensystem geschickt wird. Dieser Vorgang kann, und wird, intensive Gefühle auslösen.